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Fräulein S.


"Wenn ich etwas sage, verliert es sofort
und endgültig die Wichtigkeit.
Wenn ich es aufschreibe, verliert es sie auch immer,
gewinnt aber manchmal eine neue."


I'm sorry.

Meine Worte verlaufen sich. Meine Kraft schwindet, und es kommt mir vor, als würde ich im Kreis herumspringen. Mein Herz tanzt nicht mehr, nein. - es stolpert und kotzt. Ich weiß nicht mehr in welche Richtung ich mich drehen soll. Weiß nicht mehr, wo ich anfangen sollte die Schäden zu beheben. (..) Stress. Zickerei. Stress. Zickerei. - langsam frage ich mich, wie das alles bloß enden sollte. Sehe nicht mehr das, was mich früher noch gehalten hat. Höre nicht mehr das, was mir früher Mut zusprach, nein. Ich hab die Hoffnung vielleicht schon längst aufgegeben, sie wortwörtlich an den Nagel gehängt und ich renne weg. Renne weg vor all dem, was für mich Überwindung kostet. Reden, reden, reden - jedes Mal rede ich mir ein, dass ich endlich über meinen Schatten springen muss, mich den Menschen gegenüber, welche mich lieben und welche ich liebe, öffnen muss. Doch all das ist nicht einfach, verdammt. Bin dabei das zu zerstören, was mir irgendwo doch am wichtigsten ist. Der Mensch, welcher mich komplett macht. - welcher ergänzt, spiegelt und gleicht. Bin dabei meine Beziehung, meine Liebe zu verlieren.. und ich weiß nicht, wie ich weitermachen soll. Ich kann so nicht mehr, nein. Ich bin fertig, mit mir - hasse mich für all die Worte. Doch es ist so vieles kaputt gegangen in mir, damals. Und nun, nun bin ich dabei mich wieder zu fangen, doch anstatt nun weiterzumachen, gebe ich auf. Einfach so. Als ich ihn kennengelernt habe, wusste ich das alles nicht unbedingt so zu schätzen, das gebe ich wohl zu. Habe ihn ignoriert - Tag für Tag. Habe mich quasi selbst ins Aus geschossen, habe selbst dazu beigetragen, dass nun die halbe Welt mich dort liegen sieht, auf dem Boden. Habe selbst zugelassen, dass sie mich auslachen, über meine Gefühle trampeln und ihr Leben lebenswert machen. Ja, ich habe ihn ignoriert. ICH. ICH ICH ICH! - ich gebe mir die Schuld an so vielen, auch wenn ich all das nicht raushängen lasse, nein. Doch gefragt werde ich auch nicht, weshalb. Nein, alles dreht sich nur darum, wie scheiße es für ihn war. Wie verletzt er war, doch keiner weiß wirklich, wie es mir ging, niemand. (..) Und der Gedanke, dass ganz alleine ich die schuldige bin, zerfrisst mich innerlich. ICH bin diejenige, die Dinge nicht so locker wegstecken kann. ICH bin diejenige, welche bei jeder Kleinigkeit beginnt rumzuzicken. ICH bin diejenige, welche seine Laune jeden Tag in den Keller fährt. ICH bin diejenige, welche mit Eifersucht zukämpfen hat. ICH bin diejenige, welche es nicht schafft, die Fresse aufzukriegen. Ja, ICH - ICH - ICH. Und ich gebe mir die Schuld in jedem freien Augenblick.. ..doch nicht einmal das schaffe ich, ihm gegenüber über die Lippen zu bringen, nein. Manchmal findet man einfach nicht die passenden Worte, und manchmal, manchmal ist selbst die Stille zu viel.. es war doch alles so wunderschön. Ja, immer wieder erinnert man sich zurück an früher. Damals, damals haben wir uns bedingungslos geliebt. Damals war die Welt noch kunterbunt. Damals gab es diese ganzen Meinungsverschiedenheiten nicht, nein. Damals nicht.. und heute, seitdem wir nun zusammenwohnen geht es bergab. Immer wieder wird mir geraten, gedroht und auch angedeutet, dass es besser wäre, wir würden beide wieder auseinanderziehen. Doch wer fragt mich eigentlich ob ich diese Entfernung noch einmal meistern würde? Liebe hin und her, ich weiß, dass es mich umbringen würde. Wirklich. Abends neben ihm einzuschlafen, und zu wissen, er ist da. Ist das, was mir Sicherheit schenkt. Nachts aufzuwachen, und zu sehen, dass er mir indirekt mit seiner süßen Art, all die Albträume aus dem Kopf pustet, ist das, was ich brauche. Morgens aufzuwachen und in seine Augen zu sehen, ist das, wonach ich mich sehen.. im Endefekt ist er der einzige Grund weshalb ich Morgens noch aufwach.. Ich will nicht, dass er für längere Zeit weg ist. - JA, jeder normale Mensch würde nun sagen, dass ich ihn einenge und ihm nicht vertraue, aber das ist es nicht. Ich habe Angst alleine zu sein.. ich habe Angst, dass er nicht wiederkommt, weil es unendlich viele bessere Menschen auf dieser Welt gibt. Immer wieder, wenn ich den Drang verspüre mir wehzutun, ist er in meinem Kopf. Er ist meine Kontrolle, meine Bremse. Er hält mir Augen und Ohren zu, bei all den schlimmen Dingen. Er ist derjenige, welcher mein Herz ewärmt. Nur er, alleine. Doch die letzten Tage übermittel ich das Gefühl, dass es mir verdammt nochmal nicht gut tut, dass er an allem Schuld ist, aber, hallo? .. ICH LIEBE IHN. Und weshalb sollte er dann nicht gut genug für mich sein. Wahrscheinlich liegt das Problem darin, dass ich einst noch verbitterter war. Er hat all die schlimmen Zeiten nicht miterlebt, sieht mich jetzt und denkt, dass er an allem Schuld wäre. Es gibt Momente in denen denke ich einfach nur an früher und könnte heulen.. bin zickig, bin launisch - jedes mal eine tickende Zeitbombe bis mein Inneres wieder platzt. Und verdammt, auf eine gewisse Art und Weise macht er mich zum glücklichsten Menschen auf dieser Welt, trotz all dem rumgezicke, all dem rumgestreite. Ja, er hat mir endlich wieder gezeigt, was es heißt, wirklich zu lieben. Er hat mir einfach seine Hand hingehalten. - Ich musste sie nur nehmen. Halte sie noch immer, doch ich sehe, ich sehe, wie ich ihn einfach nur immer mehr und mehr kaputt mache, mit all dem, was ich bin. Ich bin nicht das, was er will - nein, er verdient besseres. Er verdient schöneres. Er verdient jemanden der Rücksicht nimmt, und nicht irgendeine hysterische, hässliche Tusse aus irgendwoher.. nein. Das tut er sicherlich nicht, und vielleicht bin ich nicht die richtige für ihn.. aber, ich liebe ihn. Ich liebe ihn von ganzem Herzen und noch viel mehr.. und es bricht mir jedes Mal aufs Neue das Herz, zu hören, dass er langsam auch daran zweifelt, dass wir all das schaffen können. So oft sagte ich schon, dass er gehen sollte. Wollte ihn gehen lassen, weil ich merkte, wie schlecht es ihm geht.. und.. ich erinnere mich nicht mehr daran, wie schön es einmal war, nein. Zur Zeit sehe ich mich nur noch kämpfen, kämpfen, kämpfen.. ..streiten, kämpfen, heulen, streiten - es wiederholt sich. immer wieder. Viel zu weit weg sind diese Tage, an welchen wir gemeinsam stundenlang lachen konnten. An welchen seine Augen vor Glück glänzten. Verloren sind diese Tage, an welchen ich einfach nur so bei ihm lag und seinen Herzschlag spüren konnte. Ja, verloren - doch wie, wie gewinne ich all das zurück.. ich kann meine Ängste nicht von jetzt auf gleich abstellen. Aber so weitermachen geht auch nicht.. ich kann nicht immer direkt reden.. würde mir wünschen, dass man mich manchmal einfach nur in den Arm nimmt, ohne groß nachzufragen.. ich kann nicht immer alles richtig machen, nein.. ich kann auch nicht immer alles verstecken, und alles so leicht hinnehmen, nein.. das geht nicht mehr, tut mir leid.. Reden ist schwer, wenn man früher immer nur, für jeden Satz und jedes Wort, irgendwelche Zweifel, irgendwelche Ängste zugesprochen bekam, merkt euch das. Eifersucht tritt immer dann auf, wenn man merkt, dass man für sich selbst nicht mehr viel Bedeutung trägt; wenn man in den Spiegel sieht, und einfach nur Hässlichkeit verspürt. Sinnlose Streiteren bauen darauf auf, dass vielleicht vorher schlechte Laune da war, jedoch versteckt, und all das irgendwie hochgepuscht wurde. Streiterein entstehen durch Zickereien, durch gegenseitiges Hochschaukeln.. ..doch feige sind diese Menschen, zu welchen ich auch meine Wenigkeit zähle. Diese Menschen, welche immernoch nicht angefangen haben mit alten Dingen abzuschließen.. Menschen, welche immer wieder versuchen Diskusionen aus dem Weg zu gehen.. ..doch ich, für meinen Teil schwöre mir ab heute, erst einmal bei mir selbst anzufangen. Ich kann nicht ihm Dinge vorwerfen, wenn ich selbst noch nicht einmal mit mir im Klaren bin.. ich kann nicht ihn beschuldigen, wenn die Schuld irgendwo doch auf mich zurückfällt.. und vorallem kann ich nicht so weitermachen wie bisher.. ich brauche ihn. bei mir. an meiner Seite, für immer. Will mit ihm alt werden. Will mit ihm glücklich sein, ja. Will all das, wovon wir sprachen, als alles noch so besonders, neu und supertoll war.. ich will die alte Zeit zurück. Und ich will ihn. IHN ALLEINE, niemanden sonst brauche ich so sehr.. niemanden..
29.10.10 23:32
 


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